Die Närrin ist manchmal ganz still und manchmal sehr laut.
Für Manche ist sie bunt und oberflächlich. Für Andere ist sie ein Archetyp.
So ist es auch für mich. Wenn ich von der Närrin spreche, steht sie für etwas Übergeordnetes. Sie steht für eine besondere Energie. Sie steht für eine besondere Haltung. Für mich steht sie für Freiheit und Aufrichtigkeit. Sie stellt in Frage und fordert heraus. Sie ermöglicht Neues, weil sie um das Alte weiß. Die Närrin ist die kleine Schwester der Weisheit. Die Närrin und die alte Weise besuchen das Etablierte in mir. Sie kommen mit der Erlaubnis, zu hinterfragen und loszulassen. Sie kommen mit der Aufforderung, nicht zu verhaften. Die Närrin kann spiegeln, was ich bin. Ihr Blick ist ehrlich und schonungslos. Sie ist verbunden mit dem Großen Ganzen und weiß, dass es alles schon mal gab und wieder geben wird. Sie weiß, dass wir uns nicht zu ernst nehmen sollten. Für sie ist alles gleichgültig. Gleichgültig im Sinne von alles hat den gleichen Wert. Das macht sie frei von Status, von Machtgefügen, Abhängigkeiten und Konventionen. Wenn ich der Närrin in die Augen schaue, ist nichts mehr selbstverständlich, meine Welt steht Kopf. Das klingt gefährlich? Ist es auch! Der Blick der Närrin ist eine Einladung für einen ehrlichen Blick auf mich und meine Welt.